Der Facebook-Newsfeed Algorithmus

 

Kann ich steuern, welche Beitrage in meinem Facebook-Newsfeed angezeigt werden?

Immer wieder begegnen mir in Facebook Posts in der Art «Ich kämpfe gegen den Facebook-Newsfeed Algorithmus, da ich nicht mehr so viele Posts von meinen Freunden angezeigt bekomme. Hier der ultimative Rat, wie man mehr Posts von seinen Freunden zu lesen bekommt und nicht das lesen muss, das Facebook einem vorsetzt.» Dann soll man auf diesen Post antworten und alles wird gut. Besonders großartig ist, dass in diesen Posts in der Regel keine Bilder oder Videos enthalten sind. Es sind reine Textnachrichten.

Wenn schon so eine Nachricht an die Freunde übermittelt wird, sollte man das wenigstens per Video machen. Denn Videos liebt Facebook, noch mehr als Bilder auf auf jeden Fall viel mehr als reine Text-Nachrichten. Der Vorteil dabei ist, dass viel mehr Menschen ein Video anschauen, als eine reine Text-Nachricht lesen. Schauen sich die Freunde dieses Video bis zum Ende an, liken es und kommentieren im Idealfall auch noch, dann findet Facebook das einen sehr relevanten Inhalt. Und schon erscheint man öfter in den Newsfeed der Freunde. Was man auch bedenken sollte: Blöderweise wird die reine Textnachricht ja auch nicht viel breiter von Facebook gestreut, nur weil es sich um einen Hilferuf handelt. Das heißt, auch diese Nachricht erscheint nur in den Facebook-Newsfeed der Freunde, die ohnehin schon die Nachrichten bekommen. Und wenn die dann darauf antworten … na ja, den Rest könnt Ihr Euch schon denken.

Auch interessant: Was eure Freunde so mögen

Für die Nachrichten in eurem Newsfeed ist auch interessant, was eure Freunde liken und kommentieren. Interagiert einer eurer Freunde besonders viel mit einer bestimmten Seite, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Ihr mal von dieser Seite Nachrichten in eurem Newsfeed habt. Einfluss auf die Sichtbarkeit kann auch das Seiten-Profil haben. Ist es vollständig ausgefüllt, honoriert das Facebook als relevant.

Facebook registriert sehr genau, wie lange Ihr euch einen Post anschaut. Klickt Ihr die Bilder an, schaut Ihr die Videos komplett oder lest Ihr auch mal einen langen Text? Je länger Ihr bei einem Beitrag bleibt, umso eher vermutet Facebook, dass dieser Beitrag für euch interessant ist. Das wird gespeichert und hat dann Einfluss auf die Zusammensetzung eures Newsfeeds.

Wie kommen die Nachrichten in meinen Facebook-Newsfeed?

Nur zur Information: Dieser Ratgeber-Text geht über den Facebook-Newsfeed. Folglich habe ich ihn für die Suchmaschinen genau auf dieses Keyword optimiert. Hatte ich bisher in unserem Ratgeber noch nicht. Deshalb taucht der Begriff aber auch überall auf. In der URL zu dieser Seite, in der H1, im ersten Absatz, dann nochmal in der Zwischenüberschrift und auch noch im Text. Dann verlinke ich unten den Text noch zu einem anderen Artikel. Und schon habe ich das Ganze ziemlich gut optimiert.

Aber jetzt weiter zum Facebook-Newsfeed. Selbstverständlich bestimmt ein spezieller Algorithmus, welche Inhalte mir in meinem Newsfeed angezeigt werden. Und der wird von Facebook bestimmt. Nach eigener Aussage wollen sie den «richtigen Menschen» die «richtigen Inhalte» zur «richtigen Zeit» anzeigen. Wie genau das Ganze nun funktioniert, verraten sie uns leider nicht.

Fakt ist aber, dass das, was wir in unserem Newsfeed sehen, sehr stark von unseren Verbindungen und Aktivitäten auf Facebook beeinflusst werden. Das bedeutet, alle «Gefällt mir-Angaben», jeder Kommentar und sogar die Art der Meldung (handelt sich um ein Foto, ein Video, eine Statusmeldung) entscheiden darüber, welche Meldungen bei uns angezeigt werden. Ihr bestimmt also mit euren Aktivitäten ganz stark, wie euer Newsfeed letztendlich aussieht. Aus dem Grund entstehen auch die sogenannten Echoräume, die besonders in extremen Kreisen stark verbreitet sind. Die User bekommen irgendwann nur noch Nachrichten angezeigt, die ihrem Weltbild entsprechen, da sie sich nirgendwo anders mehr bewegen.

Schlechte Nachrichten für Unternehmen

Seit Januar 2018 bevorzugt Facebook in den Newsfeeds die Nachrichten von Freunden. Das bedeutet, dass die Nachrichten von Fan-Pages, wie sie Unternehmen führen, erheblich weniger angezeigt werden. Das Gleiche gilt auch für öffentliche Beiträge wie Nachrichtenartikel. Dabei geht es Facebook um «Relevanz», und sie finden, dass Freunde relevanter sind als Unternehmen.

Wenn Ihr auf Nachrichten- oder Unternehmensseite auf dem Laufenden bleiben wollt, müsst Ihr diese abonnieren. Dafür klickt Ihr auf den Button «Abonniert«, der sich unterhalb des Titelbildes befindet und wählt dort «Als Erstes anzeigen» aus. Als Unternehmen sollte man folglich sehr viel Aufmerksamkeit auf die eigenen Inhalte legen, damit diese interessant für die Nutzer sind. Und von ihnen abonniert werden.

Eine Fan-Page in Facebook abonnieren

Engagement Baiting wird abgestraft

Was ist das denn schon wieder? Viele Unternehmen haben versucht, über eine bestimmte Art von Posts mehr Reichweite zu erlangen. Die Fans wurden dazu aufgefordert, Kommentare abzugeben oder eine Markierung anzubringen. Etwa in diesem Stil: «Markiere einen Freund, dem auch XY gefällt.» All das straft Facebook bereits seit einiger Zeit konsequent ab. Für Posts dieser Art gibt es in Zukunft erheblich weniger Reichweite. Es kann sogar noch schlimmer kommen. Die Abstrafung kann sich auf eine komplette Seite beziehen, wenn solche Posts häufiger veröffentlicht werden.

Achtet bei Mobile auf die Netzgeschwindigkeit

Nutzt Ihr auf eurem Smartphone die Facebook App oder greift Ihr noch über den Browser auf Facebook zu. Mal ganz davon abgesehen, dass sie bestimmte Funktionen nicht zulässt, kann sie auch entscheidenden Einfluss auf euren Newsfeed haben. Lädt die App bestimmte Beiträge nicht, weil Ihr gerade eine schlechte Internetverbindung habt oder womöglich auch kein Datenvolumen mehr, dann rücken auch Beiträge, die normalerweise oben im Newsfeed angezeigt werden nach unten. Sie werden dann von Inhalten ersetzt, die sich bereits im Cache des Smartphones befinden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Ihr euch Beiträge mit Videos anschauen wollt.

Und zum Schluss noch ein Hinweis: Achtet darauf, auf welche Webseiten Ihr in euren Posts verlinkt. Klicken Leser auf den Link, sind danach aber ganz schnell wieder in Facebook aktiv, vermutet Facebook, dass der Inhalt wohl nicht besonders relevant ist. Das ist ganz schlecht. Auch wenn viele Menschen diesen Link anklicken, aber nur wenige User liken oder kommentieren den Post, ist auch das negativ. Auch wenn Ihr beispielsweise auf einen bestimmten Artikel verweist, auf den bereits viele andere einen Link gesetzt haben, kann es sein, dass euer Post nicht mehr in vielen Facebook-Newsfeeds auftaucht.

Ihr seht, das ist nicht ganz einfach und Ihr müsst immer wieder probieren, was geht und was nicht. Und immer versuchen, auf dem Laufenden zu bleiben. Denn Facebook ändert gerne mal mit einem Update seine Algorithmen.

Bei Facebook ist man schnell beim Thema Datenschutz, und wie Ihr eure Website Abmahnsicher macht, könnt Ihr hier lesen:

DSGVO – Wie vermeide ich Abmahnungen bei meiner Website?

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